Magazin für Leute, Lebensart und Langeweile

Tocotronic – Ein Quiz mit 25 Fragen zu 25 Jahren

2. November 2018 Allgemein, Langeweile, Leute, Live, Quiz

Was die bei Buzzfeed und den anderen Gag- und Gute-Laune-Seiten machen, können wir bei Kommen People, dem Magazin für Leute, Lebensart und Langeweile natürlich auch (allerdings ohne dabei Geld zu verdienen, aber für Integrität und Würde zahlt man halt oft gern mal drauf) – wir haben jetzt auch ein Quiz! 25 Fragen zu 25 Jahren Tocotronic.

In jedem Grain of Sound das Sandige herausarbeiten: Howe Gelb, Giant Sand und Radian

22. Oktober 2018 Die lange Rezension

Die wiener Experimental-Elektroniker Radian haben ein gemeinsames Album mit Howe Gelb gemacht. Radian schnüren hier, als Konstrukteure ihrer eigenen Collage, Fragmente und Fetzen aus mehreren Sessions mit dem Giant-Sand-Mastermind aus Tucson, Arizona zusammen. Das zwischen experimenteller Electronica und aneinander geperlten Geräuschclustern osszilierende Resultat geht sich zusammen mit den skizzenhaften Ansätzen Howe Gelbs recht gut aus, wie man im Österreichischen eben so sagt. Ausgehend von dieser Kollaboration nähert sich dieser Artikel dem Werk von Howe Gelb.

Britta – Best of

Dieser Tage erscheint ein „Best Of“ der Berliner Band Britta bei Staatsakt. Britta singen darauf gesammelt und weiterhin von den Errungenschaften und Nöten, Mangel- und Verzichtserscheinungen eines selbstbestimmten, sogenannt alternativen Lebens. Aber bei Britta war eh schon immer alles „Best Of“, nur hat das die Mehrheit nie mitbekommen und Britta hatten es nie nötig das so herauszuposaunen. Mich selbst begleitete ihre Musik und jene der Lassie Singers über viele Jahre. Eine fast schon autobiographische Rezension.

Zu unrecht versunken – Tarnation Street: „High Hopes“

Das Popmusikgeschäft ist oft, und genau natürlich deswegen weil es ein Geschäft ist, ein ungerechtes. Manche Bands schaffen es mit ihrer Kauzigkeit, wenn auch oft nur kurz, Oberwasser zu bekommen und schwimmen dann eine Weile auf einem kleinen Hype. Die Kauzigkeit wird als Sonderlingsbonus gehandelt und für eine gewisse Zeit von allen Seiten hoch goutiert. Danach verschwinden diese Kauzbands oft wieder. Ebenso Tarnation Street aus Schweden.

Taylor Deupree – Somi

Wo die Parameter von zeitlicher Anordnung und tonaler Aktion auf vergangenen Veröffentlichungen via Software programmiert und generiert wurden, legte Taylor Deupree für „Somi“ wieder selbst Hand an und schnitt sich Tapeloops zurecht. Schon allein aus dieser Arbeit mit Tonbandschleifen ergeben sich jene digital nicht nachbastelbaren Verschleppungen, Verleierungen und Verwaschungen, die für das verzärtelte, leicht rauschige Soundbild sorgen, das unter Deuprees Engineer-Händen ganz besonders zu voller Entfaltung findet.

Massimo Pupillo, Alexandre Babel, Caspar Brötzmann ‎– Live At Candy Bomber Studios Vol.1

Wie in aller improvisierten Musik führt hier jeder Ton und jeder nicht gespielte Ton in eine nächste Möglichkeit. Hier scheint es, als ergieße sich aus dem Trio Babel / Brötzmann / Pupillo ein Mahlstrom aus Möglichkeiten. Aus einem erruptiv plötzlich aufgeschlossenen Kern ergießt sich hier die allerschönste Schwere.

William Basinski – A Shadow In Time

13. Dezember 2017 Der Drone macht die Musik

Zeit, ihr Vergehen und Phänomene von Verschwinden und Zersetzung spielen in der Musik von William Basinski seit drei Jahrzehnten eine Rolle. Auf „A Shadow In Time“, das abermals mit berückenden Tapeloops arbeitet, erweist er sich wieder als bedachter Wähler des zu Wiederholenden und eloquenter Entscheider des Wegzulassenden.

Kommen People endlich auch im Radio: Magazin für Klänge Krach und Kokolores

16. Oktober 2017 Allgemein, Kommen People Radio

Kommen People – Magazin für Klänge, Krach und Kokolores versteht sich als ein Kessel Buntes zwischen Independent, Avantgarde, Experimentalmusik und anderen Oasen hinter den Genregrenzen. Ab 18. Oktober 2017 an den Mittwochstagen der geraden Wochen von 20 bis 22 Uhr auf radio 98eins.

Jarvis Cocker & Chilly Gonzales – „Room 29“

14. April 2017 Die lange Rezension, Leute

„Room 29“ ist wie eine zärtlich spinnerte Aufführung illustrer Klaviervignetten mit cognaclaunigem Geträller und Geflüster auf einer Probebühne bzw. – mehr noch – wie ein nächtlich-cognaclauniges Radiofeature darüber. „Room 29“ von Chilly Gonzales und Jarvis Cocker wirkt wie eine schrullige Fingerübung, ein diebischer Spaß unter kunstsinnigen Musikerfreunden.

Kommen People im Radio – Edition 3

5. Dezember 2017 Kommen People Radio

He Frieks, Handy aus, Wein entkorkt, Tee gebrüht, Füße hoch und Ohren hochgestellt! Die neue Edition von Kommen People – Magazin für Klänge, Krach und Kokolores ist da. Kommen People in der Mediathek Die terreststrisch und im Livestream ausgestrahlte Sendung vom 15. November 2017 kann man hier nun für begrenzte Zeit in der Mediathek der Medienanstalt M-V nachhören. Ansonsten gilt: Kommen People ist alle zwei Wochen, an den Mittwochstagen der geraden Kalenderwochen, von 20 bis 22 Uhr auf radio 98einsweiterlesen

Kommen People im Radio – Edition 2

5. Dezember 2017 Kommen People Radio

He Frieks, Handy aus, Wein entkorkt, Tee gebrüht, Füße hoch und Ohren hochgestellt! Die neue Edition von Kommen People – Magazin für Klänge, Krach und Kokolores ist da. Kommen People in der Mediathek Die terreststrisch und im Livestream ausgestrahlte Sendung vom 15. November 2017 kann man hier nun für begrenzte Zeit in der Mediathek der Medienanstalt M-V nachhören. Ansonsten gilt: Kommen People ist alle zwei Wochen, an den Mittwochstagen der geraden Kalenderwochen, von 20 bis 22 Uhr auf radio 98einsweiterlesen

Kommen People im Radio – Edition 1

2. November 2017 Allgemein, Kommen People Radio

Caspar Brötzmann, Bill Orcutt, Arthur Russell, Philip Jeck und Keine Bewegung: Playliste der Ausgabe von Kommen People – Magazin für Klänge, Krach und Kokolores am 01. November auf radio 98eins.

Oren Ambarchi, Kassel Jaeger, James Rushford – Pale Calling

James Rushford, Oren Ambarchi und Kassel Jaeger collagieren ihre jeweils verschiedenmusikalischen Kernkompetenzen auf „Pale Calling“ zu einem großen, glucksenden Ganzen. Zwischen dem Glucksen und einer sonnenstichigen Orgel hängen wortferne Stimmenfetzen, wie wirre Blitze in einem ungeordneten, vorsprachlichen Zustand zwischen Geist und Empfindung. Ab und an fällt eine Synthesizer-Tonfolge in diesen köchelnden, klaustrophobisch traumartigen Grundpuls – wie eine wirre Idee, eine tonale Notiz, wie das Signal einer eingehenden Kurznachricht aus einer tief verbuddelten Ebene im Unterbewussten.