Die lange Rezension

Oren Ambarchi – Hubris / Ricardo Villalobos – Hubris Variation

Oren Ambarchis Liebe zu den Drones präsentiert sich auf „Hubris“ als repetetive Mikropatterns gedämpfter und nachklingender Gitarrensaiten. Die Texturen, die er auf bisherigen Alben mit pitch-modulierten Gitarrenflächen auslotete, sind hier flirriger, zappeliger, aus vielen kleinen Bröckchen zusammengeclustert zu klackernder Flächigkeit – und dabei bestens symbiotisch mit den musikalischen Ideen eines Ricardo Villalobos.

Yannick Dauby & Hitoshi Kojo – La Vie dans les Airs & dans les Eaux

Yannick Dauby und Hitoshi Kojo verdichten Field Recordings, Sounds und Instrumente von zaghaftem Tröpfeln zu einer mächtigen Wolke, die ganz genau so lange sich zu ergießen weigert, bis das brennende Schnaufen der tonal grollenden, sonderbar gütigen Gewalt wie von plötzlicher Kraftlosigkeit umfangen von selbst abebbt.

Review: Christiane Rösinger – „Lieder ohne Leiden“

9. März 2017 Die lange Rezension, Leute

Christiane Rösinger singt seit fast dreissig Jahren Lieder aus dem weiten, wechselbedingten Themenkomplex Lieben und Leiden. Sie ist Meisterin im varriieren des traurigen Liebesliedes. Auf ihrem neuen Album will Christiane jetzt „Lieder ohne Leiden“ singen.

Review: Christiane Rösinger – Songs of L. and Hate

9. März 2017 Die lange Rezension, Leute

Es handelt es sich bei den Liedern auf „Songs Of L. And Hate“ um zwei Hände voll bitterfröhlicher Lamentierlieder. Zehn Zuhausebleiberballaden und Lied gewordene Analysen übers Ausgehen und den eigenen Argwohn – zwischen Resignation und Reflektion, zwischen lieblichem Hang-Down-Your-Head-Trott und granteligem Geschimpf.